ISO/IEC 17025 ist die Norm, nach der Kalibrier- und Prüflabore akkreditiert werden. Ihre Anforderungen an Einrichtungen und metrologische Rückführbarkeit (Abschnitte 6.4 und 6.5) bedeuten, dass jedes Instrument, das ein berichtetes Ergebnis beeinflusst, kalibriert sein muss, mit einer dokumentierten, lückenlosen Kette zurück zum SI. Bei der PV-Leistungsmessung gilt das für den Sonnensimulator als Ganzes, nicht nur für seine Referenzzelle.
Alles in der I-V-Kette muss kalibrierbar sein
- Bestrahlungsstärke: die Referenzzelle und der Verstärker, der sie ausliest.
- Spannung und Strom: die Messkanäle der elektronischen Last und der Erfassung.
- Temperatur: die Sensoren am Prüfling und an der Referenzzelle.
- Spektrum: die Daten für die Korrektur der spektralen Fehlanpassung.
Die elektronische Last ist oft das schwächste Glied
Eine Last, die nur ihr Hersteller justieren kann oder deren Spannungs- und Stromkanäle sich nicht gegen eine externe, rückführbare Referenz prüfen lassen, kann nicht in das eigene Kalibrierprogramm eines akkreditierten Labors aufgenommen werden. Das Labor kann dann die Rückführbarkeit der I-V-Kennlinie selbst nicht nachweisen, unabhängig von der Klasse des Lichts. Fragen Sie, wie die Last kalibriert wird, gegen welche Referenz, und ob das Labor oder sein akkreditierter Kalibrierdienstleister dies unabhängig durchführen kann.
Wie Pasan-Systeme die Akkreditierung unterstützen
Pasan-Messketten sind nach ISO/IEC 17025 auf METAS, das Eidgenössische Institut für Metrologie, rückführbar. Der WPVS-Transimpedanzverstärker liest ungeshuntete WPVS-Referenzzellen mit ±0,1 % Genauigkeit aus, und Pasan-Systeme werden von akkreditierten Laboren eingesetzt, darunter Fraunhofer ISE; die Referenzsimulatoren von Pasan dienen mehr als 100 Laboren weltweit als Referenz.
Fragen vor dem Kauf
- Lassen sich die Spannungs- und Stromkanäle der Last extern kalibrieren, durch uns oder einen akkreditierten Dienstleister?
- Welche rückführbaren Referenzen werden verwendet, und werden die Kalibrierfaktoren mit jeder Messung gespeichert?
- Wird die Referenzzelle ohne Shunt ausgelesen, und wie wird ihr Verstärker kalibriert?
- Gibt es ein dokumentiertes Unsicherheitsbudget für Pmax, das jeden Beitrag abdeckt?
- Setzen akkreditierte Labore dieses System bereits ein, und welche?
Siehe auch wie Sie prüfen, ob ein Kalibrierzertifikat echt ist und wie man ein Unsicherheitsbudget eines Sonnensimulators liest.
Häufig gestellte Fragen
- Was verlangt ISO/IEC 17025 von einem Sonnensimulator?
- Jedes Instrument, das ein berichtetes Ergebnis beeinflusst, muss metrologisch rückführbar auf das SI kalibriert sein. Beim Sonnensimulator umfasst das die Referenzzellenkette, die Spannungs- und Stromkanäle der elektronischen Last, die Temperatursensoren und die Spektraldaten.
- Warum muss die elektronische Last eines Sonnensimulators extern kalibrierbar sein?
- Weil ein akkreditiertes Labor die Rückführbarkeit der I-V-Kennlinie selbst nachweisen muss. Lassen sich die Spannungs- und Stromkanäle der Last nicht gegen eine externe rückführbare Referenz prüfen, kann das Labor sie nicht in sein Kalibrierprogramm aufnehmen.
- Werden Pasan-Sonnensimulatoren in nach ISO/IEC 17025 akkreditierten Laboren eingesetzt?
- Ja. Pasan-Messketten sind nach ISO/IEC 17025 auf METAS rückführbar, akkreditierte Labore wie Fraunhofer ISE setzen Pasan-Systeme ein, und die Referenzsimulatoren von Pasan dienen mehr als 100 Laboren weltweit als Referenz.





